Unreine Haut mit Öl loswerden

Unreine Haut mit Öl loswerden

Unreine Haut ist ein lästiger Makel, an dem nicht nur Teenies leiden: Von Pickeln, Mitessern oder sogar Pusteln kann die Haut übersät sein – auch im Alter jenseits der Pubertät. Zwar gibt es zahlreiche Mittelchen auf dem Markt, die eine reine Haut versprechen, doch die weitere Suche vieler Betroffener nach Alternativen zeigt, dass diese Produkte bei weitem nicht in allen Fällen wirksam sind. Eine spannende Frage ist, inwieweit Öle dazu beitragen können, unreine Haut zu klären.

Äußerliche Anwendung von Öl bei unreiner Haut

Auf dem Kosmetikmarkt sind diverse Gesichtsöle wie etwa Jojobaöl, Tamanuöl oder Wildrosenöl erhältlich, die für die Bedürfnisse von unreiner Haut konzipiert sind. Besonders profitieren können davon Personen, die zugleich an einer trockenen und unreinen Haut leiden. Im Winter etwa fehlen der Haut Feuchtigkeit und auch manche Fette, weshalb Öle hier insgesamt zu einem schöneren Hautbild verhelfen können.
Besonders wichtig ist es vor Auswahl eines Gesichtsöls, den eigenen Hauttyp zu bestimmen: Leidet man tendenziell eher an einer trockenen Haut oder an einer Mischhaut? Wenn du an einer fettigen Haut leidest, wirst du dir wahrscheinlich denken, dass ein Öl die Tendenz deiner Haut, Fett zu bilden, noch einmal verstärkt. Damit liegst du aber falsch:

Darum sind Öle auch bei fettiger Haut geeignet

Wird das richtige Öl ausgewählt – beim Kauf einfach darauf achten, dass das Öl nicht komedogen ist, die Entstehung von Pickeln also nicht fördert -, erhält die Haut die Aufforderung: “Weniger Fett produzieren”. Durch diesen Wirkmechanismus erhält man ein matteres Hautbild, und auch die Zahl der Unreinheiten wird reduziert. Und noch eine zweite Wirkung bringt Hautöl mit: Da es antibakteriell wirkt, können Entzündungen, die beispielsweise bei Ausdrücken von Pickeln entstanden sind, beruhigt werden.

Worauf sollte man bei der Auswahl des Gesichtsöls achten?
Nicht nur auf den Hinweis “nicht komedogen” sollte viel Wert gelegt werden, sondern auch auf die Tatsache, dass das Öl keine synthetischen Bestandteile enthält. Bei Ölen ohne genauere Inhaltsangaben kann man auch schlicht darauf achten, dass das Öl die Bezeichnung “kaltgepresst”, “hochwertig” oder “naturbelassen” enthält. Das Bio-Siegel ist bei Hautölen folgerichtig in jedem Fall wünschenswert.

Während pflanzliche Öle besonders gut in die Haut einwirken können, bieten ätherische Öle den Vorteil, dass sie antibakteriell wirken.

  • So hilft etwa Teebaumöl dabei, neue Hautunreinheiten zu vermeiden.
  • Doch auch Lavendelöl kann auf diese therapeutische und gleichzeitig prophylaktische Weise eingesetzt werden.
  • Wer an einem öligen Hautbild leidet, kann Tamanuöl effizient dagegen einsetzen.
  • Kokosöl wirkt antimikrobiell und gleichzeitig entzündungshemmend.
  • Durch Hanföl heilen Pickel und Mitesser besonders schnell ab.
  • Wer die Haut optimal beruhigen möchte, sollte zunächst zu Arganöl greifen.
  • Traubenkernöl bietet den Vorteil, dass es vergrößerte Poren verkleinert.
  • Jojobaöl bringt die Talgproduktion der Haut wieder ins Lot und spendet zugleich viel Feuchtigkeit.
  • Rückstände ausgedrückter Pickel und Aknenarben lassen sich mit Wildrosenöl minimieren.

Die richtige Anwendung von Ölen gegen Hautunreinheiten

Zuerst einmal ist es wichtig, die richtige Menge zu wählen: Es genügen 2-3 Tropfen Hautöl!
Bevor man das ausgewählte Öl auf die Haut aufträgt, sollte die Haut etwas mit Wasser befeuchtet werden. So hat das Öl die Möglichkeit, eine Emulsion zu bilden und der Haut damit optimal sowohl die jeweiligen Wirkstoffe als auch Feuchtigkeit zu spenden.
Die Tageszeit, zu der man das Öl aufträgt, bleibt den eigenen Gewohnheiten überlassen. Optimal ist es, die Wirkstoffe über Nacht einwirken zu lassen. Denn nicht immer ist der individuelle Duft des Öls beispielsweise am Arbeitsplatz erwünscht. Wer sich etwa für Teebaumöl entschieden hat, wird sich aufgrund des starken ätherischen Geruchs meist dafür entscheiden, es nur zuhause anzuwenden.
Ist der Duft des jeweiligen Öls sogar so angenehm und dezent, dass man ihn sehr gern an sich trägt, kann die gewählte Hautcreme mit ein wenig Öl angereichert werden. Das sorgt dafür, dass man die Anwendung des Öls nicht vergisst oder aufgrund des Alltagsstresses versäumt.

Schön von innen? Auch die Ernährung wirkt sich auf die Haut aus!

Nicht nur von außen, sondern auch vom Inneren des Körpers aus können Öle zahlreiche Vorzüge für Menschen mit unreiner Haut bieten: Bis auf Distelöl und Sonnenblumenöl sind alle Öle förderlich für eine Heilung von innen bei Hautunreinheiten.

Tipp: Wer die Ernährung speziell darauf abstimmen möchte, besonders reine Haut zu haben, sollte auf einen niedrigen glykämischen Index der Nahrung achten (positiver Nebeneffekt dabei ist zudem eine bessere Figur). Auch der Verzicht auf Milchprodukte kann beim Kampf gegen die Akne Wunder bewirken. Von Alkohol sollte man ebenfalls die Finger lassen.

Fazit

Je nachdem, welches individuelle Hautproblem besteht, können die unterschiedlichsten Öle zur äußerlichen Anwendung kommen. Die Natur hat dafür gesorgt, dass man die einzelnen Hautleiden aus dem Bereich der Hautunreinheiten ganz ohne Chemie lindern kann. Das Auftragen von Hautölen ist simpel. Sie können für eine zeitsparendere Hautpflege – abhängig vom jeweiligen Duft – auch mit der Tagescreme vermischt werden.
Da Akne und Hautunreinheiten häufig ernährungsbedingt sind, lohnt es sich in jedem Fall, zweigleisig zu fahren und neben der perfekten Hautpflege mit dem richtigen Öl auch auf Zucker, Alkohol & Co. zu verzichten.